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VCTG News


23.02.2018

Trauma bei Kindern – was tun? Betreuung und unterstützend

Eine Buchrezension von Dr. Claudia Wilimzig
 
Hendrich, A. / Bacher, M. / Koprek, U. (2016). Yunis und Aziza
Ein Kinderfachbuch über Flucht und Trauma. Mabuse-Verlag.

Die Problematik von Flüchtlingskindern ist bereits bedeutsam und wird sicher noch zunehmen. Um so mehr Grund für Erzieher und Betreuungspersonal sich mit dieser Frage auseinanderzusetzen.
Das Buch handelt von der Aufnahme von Flüchtlingskindern in eine Kindergruppe. Es beschreibt kindgerecht Situationen, in denen das Verhalten dieser Kinder sich vom „normalen“ Verhalten der anderen Kindern unterscheidet. Situationen, in denen z. B. Panik ausgelöst wird, was die anderen Kinder es nicht per se nachvollziehen können. Situationen, in denen die Flüchtlingskinder zur Kommunikation nicht in der Lage sind. Zu jeder Situation formuliert es Fragen, die mit den Kindern einzeln oder gemeinschaftlich bearbeitet werden können, die Kinder zum Nachdenken anregen und ihnen einen kindgerechten Zugang zu der Problematik ermöglichen. Diese Fragen wecken auch die Potentiale von Kindern, wie sie aktiv bei Problemen von Flüchtlingskindern diese unterstützen können. Dies bietet Ressourcen für Betreuungspersonen, die selbst unsicher sind, wie sie mit den Problemen umgehen können. Begleitet wird dies mit unterstützenden und kindgerechten Zeichnungen. Bis hierhin ein uneingeschränktes Lob.
Ergänzt wird dies durch Informationen für Betreuungspersonen und Verwandte. Vieles davon ist gut und richtig. Allerdings wird die Möglichkeit psychotherapeutischer Intervention herunter gespielt und nicht in jedem Fall und nur nach bestimmten Zeiträumen in Betracht gezogen. Dies mag berechtigt sein, wenn man Richtlinientherapien betrachtet, die lange und oft ineffizient ist. Betrachtet man hingegen neue Kurzzeittherapien wie emotionSync® von Prof. Dr. Hanisch, so bietet sich an mit wenigen, aber effizienten Sitzungen Traumabearbeitung zu unterstützen. Hier könnte das Buch ergänzt werden. Für die begleitende, pädagogische Arbeit mit gleichaltrigen Kindern jedoch verdient das Buch ein uneingeschränktes Lob. Es bietet viele Anregungen für Personal, das sich mit der Frage wenig auskennt, aber auch für bereits erfahrenes Personal und Eltern.
 



23.02.2018

Fehlgeburt – ein Tabuthema und wie emotionSync helfen kann

Eine Buchrezension von Dr. Claudia Beate Wilimzig 
Funk, Miriam (2017). Tabuthema Fehlgeburt. Mabuse-Verlag.

Wie auch Suizid stellen Fehlgeburten ein Tabuthema dar. Es gibt zwar ein Wort für Kinder, die ihre Eltern verloren haben, nicht aber für Eltern die ihre Kinder (vorgeburtlich oder nachgeburtlich) verloren haben. Angehörige, Pflegepersonal und das gesamte soziale Umfeld sind häufig überfordert und wissen nicht, wie sie mit Betroffenen umgehen sollen. Die Eltern selbst sind im Verlust gefangen. Die Antwort ist häufig verlegenes Schweigen auf der einen Seite und stille Verzweiflung auf der anderen.
 
Das Buch bietet einen Lichtblick im Umfeld des Schweigens und füllt eine Marktlücke. Es klärt zunächst die medizinischem Fakten und Hintergründe auf. Dies bietet dem sozialen Umfeld die Möglichkeit den Vorgang zu verstehen. Betroffenen, die häufig ungenügend aufgeklärt werden, hilft es zu verstehen, was mit ihrem Körper geschieht und was wie und warum passiert ist sowie es einzuordnen. Es mag zynisch klingen, aber manchmal kann es auch hilfreich sein, wie sehr man doch einer von vielen ist. Die Autorin hat mit über 400 Frauen eine solide wissenschaftliche Basis für ihr Buch geschaffen und viele mit Originalzitaten zu Wort kommen lassen, wodurch sich viele Betroffene angesprochen finden dürften. Zudem gibt sie ganz pragmatische Hilfe für Zeremonien, die bei der Trauerverarbeitung helfen können und juristisch möglich sind: Eintrag ins Geburtenregister, Sternenkinderfriedhof und vieles mehr. Für andere Todesfälle gibt es Rituale, die unsere Gesellschaft pflegt – bei Fehlgeburten kommt erst langsam die Einsicht, dass auch diese wichtig sind.
 
Das Buch enthält viele Anstöße, wie das verlegene Schweigen durchbrochen werden kann und regt so an Licht in den Mantel des Dunklen zu bringen. Es betont auch die Rolle und Verzweiflung der Ehepartner. Bei Fehlgeburt denkt man an die Rolle der Frau – der Partner wird häufig nicht beachtet. Dabei hat er häufig eine Doppelbelastung – auch er trauert und gleichzeitig fühlt er sich verpflichtet und es wird von ihm erwartet der Frau zu helfen. Auch für diesen bietet das Buch viele Anregungen und Hilfestellungen.
 
Kurzum, ein Ratgeber für viele, Betroffene, Angehörige, professionelle Helfer (auch diese sind häufig hilflos, da dieses Tabuthema in der Ausbildung zu wenig oder gar nicht gelehrt wird) und das soziale Umfeld allgemein.
 
Ein paar Worte zu den psychischen Folgen. Dass Betroffene leiden und sich überlegen sollten, psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen, wird im Buch nicht totgeschwiegen.
Es gibt aber durchaus typische Gedankenmuster, die bei den meisten Frauen entstehen:
„Ich bin schuld“ (die Frau fühlt sich schuldig)
„Ich habe etwas falschgemacht“ (verbunden mit Schuldgefühlen, das Gefühl, wenn man sich anders verhalten hätte, wäre das nicht passiert)
„Ich werde bestraft“ (das Gefühl büßen zu müssen)
oder ähnliches – Formulierungen gibt es genug und für jede Betroffene muss herausgefunden werden, welches die beste bzw. schlimmste Formulierung ist. Warum? Solche „Glaubenssätze“ sind limitierend und hemmen unter Umständen in verschiedenen Umfeldern (privat, beruflich ...) auch wenn die erste Trauer unterbrochen ist. Sie haben also eine allumfassende Wirkung. Die gute Nachricht ist – sind erst einmal die „korrekten“ Formulierungen herausgefunden, gibt es hocheffiziente, moderne Methoden, sie zu löschen. Dies eröffnet völlig neue Handlungsoptionen und Behandlungsmöglichkeiten und Möglichkeiten zur Trauerarbeit.
Eine solche Methode stellt emotionSync dar. Weitere Infos unter:
https://www.emotionsync.de
Für Trauerbearbeitung am Beispiel von Suizid siehe:
https://www.youtube.com/watch?v=J4N2n4zGD-o



15.12.2017

Wer hilft den Kindern? Ein Buch-Review und emotionSync®

Review von Homeier, Schirin (2014). Sonnige Traurigtage. Illustriertes Kinderfachbuch für Kinder psychisch kranker Eltern. Mabuse-Verlag. 
Ist man als Elternteil psychisch krank, ist es schwer zu verstehen, wie das eigene Kind sich fühlen mag. Für das man nicht mehr in der Lage ist, altersgerecht zu sorgen. Das Kind umgekehrt versteht nicht, was falsch ist. Dieses Buch schließt diese Lücke.
 
Es ist ein hoch empfehlenswertes Buch für unterschiedliche Altersgruppen, genauer gesagt Kindern, ihren Eltern und Bezugspersonen. Es ist kindgerecht, bietet aber auch viele Aufschlüsse für Erwachsene. Es beschreibt die Situation von Kindern psychisch erkrankter Elternteile, die ihnen nicht mal die Tür öffnen können.
Es beschreibt für Kinder die Situation, wenn das Elternteil nur im Bett liegt und sich nicht kümmern kann.
Es beschreibt, wie das Kind Arbeiten übernimmt, die nicht altersgerecht sind – aus der Verzweiflung heraus, den Eltern helfen zu wollen.
Es beschreibt, wie Kinder verzweifelt nach Lösungen suchen – Kuscheltieren opfern oder ganz profan Nudeln kochen. Wie sie sich schuldig fühlen, wenn dies nicht klappt.
Es beschreibt die Scham, die Unsicherheit, sich niemandem anzuvertrauen.
Dies alles wird aus kindgerechter Perspektive dargestellt, so dass sich betroffene Kinder gleich angesprochen fühlen.
Es beschreibt aber auch aus anderer Perspektive, wie Kinder durch kleine Gesten und kleine Hinweise seitens der Bezugspersonen (Erzieher, Lehrer etc.) ermuntert werden können, sich zu öffnen. Wie nah manch mal Hilfe ist. Wie mit Bezugspersonen zusammengearbeitet werden kann und wie diese mitwirken können.
Es beschreibt, wie ein Kind begleitet werden kann, wenn das Elternteil in stationäre Betreuung muss.
Das Buch gibt einem Kind tagebuchartige Möglichkeiten, aufzuschreiben, was in ihm vor sich geht. Sich selbst beizubringen, dass es nicht schuldig ist. Welche Möglichkeiten es gibt. Es ermuntert das Kind intensiv sich anderen Bezugspersonen anvertrauen, z. B. Lehrern. Zu lernen, dass man nicht der einzige ist. Wieder und wieder, dass man sich nicht schämen muss. Dass man nicht allein ist. Dass es sich lohnt, Hilfe zu suchen. Zu erkennen, dass man nicht wie die Eltern ist. Dass man anders ist. Dass es Hilfe gibt.
Es gibt Hoffnung für die Kinder, die das (noch) nicht erleben. Die Hoffnung, nicht aufzugeben, sondern weiter zu suchen und es zu versuchen. Zu verstehen, was und wie passiert ist.
 
Das ganze ist ausgestattet mit kindgerechten und liebevoll gemalten Bildern. Mit vielen konkreten Tipps und Kontaktadressen für Kinder. Auch mit vielen Informationen für Eltern und Bezugspersonen. Beide – Eltern und Bezugspersonen – erhalten tiefen Einblick .
 
Wenn reden nicht ausreicht – emotionSync®Oftmals sind Gefühle so intensiv, dass darüber reden nicht mehr ausreicht. Gerade bei Kindern in einer solchen Situation – Schuldgefühle, Versagensängste, Hilflosigkeit. Diese sind neuronal so stark verankert, dass der Verstand nicht ausreicht, um diese Traumata so verwinden. Hier gibt es neue Methoden, die diese starken Emotionen neuronal abkoppeln und somit eine Auseinandersetzung mit der Situation überhaupt erst ermöglichen. emotionSync® ist eine neuropsychologische Methode in sehr kurzer Zeit Traumata emotional abzukoppeln. Sie ist für Kinder geeignet sobald sie in der Lage sind Anweisungen rational zu verstehen und ihnen Folge zu leisten



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