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News Nr. 130 vom 05.12.2017 - 12:43:37
Promotion in der Wissenschaft - Eine Buch Empfehlung


Im Jahre 2001 wurde in Deutschland eine akademische Ausbildung in Therapiewissenschaften ermöglicht. Dennoch wurde dies nicht komplett noch nicht umgesetzt. Das Buch von Heidi Höppner beleuchtet intensiv die Hintergründe dafür.
Es wird ausführlich dargestellt, wie und warum die Wege in die Wissenschaft für Therapeuten sehr heterogen für Therapeuten sehr schwierig bis unmöglich sind. Betont wird, dass dies aber sehr wichtig wäre, weil wissenschaftliche Entwicklung und auch „der Blick von außen“ nur so entstehen kann.
Für die weitere Entwicklung der Disziplin der Therapieberufe ist eine Integration von Praxisbezug in den Theoriebezug wünschenswert bis zu notwendig, damit neue Impulse entstehen und ein frischer Wind aufkommt. Es wird betont, dass es generell in dieser Disziplin an Theorie fehlt (obwohl zu betonen ist, dass sie langsam voranschreitet, wie aufgezeit wird) und dass dazu Promovierende entscheidend beitragen bei tragen können. Fachspezifischen Anforderungen sollte dabei Genüge getragen werden.
Nicht unbeachtet sollte dabei bleiben, dass Promovierende auf dem Gebiet im Durchschnitt älter sind, als andere Promovierende, worauf das Buch im Detail eingeht.
Sollte mit der Promotion Schluss sein? Eher nicht. Insofern zeigt das Buch auf, wie mögliche Postdoc-Entwicklungen aussehen könnten und was dafür notwendig wäre.
Wie in vielen anderen Berufen auch notwendig, wird auch hier die spezifische Frauenfrage nicht vernachlässigt. Einerseits ist in Gesundheitsberufen eine Mehrheit von weiblichen Berufen zu erwarten, andererseits werden dazu spezifische Förderstrukturen notwendig. In dem Buch kommt eine Stipendiatin zu Wort und ihre Erfahrungen werden eindrücklich deutlich.
Die Universität Halle-Wittenberg ermöglicht seit Anfang der 90er Jahre vielen Therapeuten den Zugang zu universitären Abschlüssen. Die dortigen Erfahrungen sind sehr spannend zu lesen – eben so wie die von Graduiertenakademien und Promotionen an medizinischen Fakultäten. Der (kritische) Vergleich mit Möglichkeiten im Ausland (in der Schweiz und Großbritannien) wird ebenfalls nicht vergessen.
Zusammenfassend: für beide Seiten (Professoren und potenzielle Doktorstudenten) ein „real must“! Beide lernen hier die Fallstricke (besonders die Doktoranten) aber auch das Potenzial (besonders die Professoren) dieser an sich wünschenswerten Möglichkeit. Dr. Claudia Wilimzig

Höppner, H.  (Hrsg.) (2017). Promotion in den Therapiewissenschaften. Frankfurt am Main: Mabuse Verlag..
 


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